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Dienstag, 24.10.2017

HÄLTERUNGSSTATION FÜR DIE ZAUNEIDECHSE

 

Naturschutzzentrum Bruchhausen rettet Tierarten und Bauprojekte

Es hat schon viele Meldungen darüber gegeben,  dass der notwendige Schutz bedrohter Tierarten („Hamster“, „Fledermäuse“, „Zauneidechse“) Bauprojekte verzögern kann.

Das Naturschutzzentrum Bruchhausen in Erkrath kann z.B. im Falle der Zauneidechse beiden Seiten helfen!

Foto: Karin Blomenkamp

 

Ein aktuelles Beispiel hierfür ist das Bauvorhaben der „Justizvollzugsanstalt“ des Landes NRW in Ratingen.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW hat in Ratingen mit der Grundsteinlegung am 15.10.2008 das Bauvorhaben der neuen  „JVA“ begonnen.

Auf dem fast 12 ha großen Baugelände in Ratingen lebt die geschützte Zauneidechse in einer erstaunlich großen Population. Nun verbietet es das Bundesnaturschutzgesetz, Populationen solcher Tierarten zu schädigen, oder, wie der Gesetzestext es formuliert, „ihren Erhaltungszustand zu verschlechtern“.

Bauen und Arten schützen, wie geht das?

Voraussetzung muss natürlich sein, dass nach der Fertigstellung rund um das Bauvorhaben noch so viel Lebensraum bleibt, dass alle Zauneidechsen überleben können. Damit sie nicht während der Bauarbeiten überfahren, verschüttet oder vertrieben werden und damit sie nicht hungers sterben, weil sie sich ständig verstecken müssen, kann man die Zauneidechsen „in Urlaub schicken“.

Jetzt kommt das Naturschutzzentrum Bruchhausen ins Spiel. Hier hat man vorausschauend für solche Fälle Gehege gebaut, in denen Lurche und Reptilien vorübergehend gehalten, gerettet und vermehrt werden können, bis der natürliche Lebensraum wieder ungestört ist. Dann kommen die Tiere zurück. Das Land und der Kreis Mettmann (Höhere und Untere Landschaftsbehörde) haben diese weise Voraussicht unterstützt. Und, wie es sich für eine umweltpädagogische Einrichtung gehört, sind auch Schulen Teilnehmer an den Projekten.

So gibt es dort in Bruchhausen jetzt eine Anlage für Zauneidechsen, in der die Tiere alles haben, was sie brauchen:

Während der etwa zweijährigen Bauzeit wird Karin Blomenkamp, die Leiterin des NSZ mit Ihren Helfern den Reptilien Versteckreviere, Sonnplätze, Eiablageplätze, Naturfutter und Winterschlaf bieten. 15 Zuchtpaare und 25 halbwüchsige Tiere haben dort bereits Schutz gefunden und so konnte der Baubetrieb ungestört beginnen.

Vor Ort, auf der Baustelle, begleiten die Biologische Station „Mittlere Wupper“ und das Ökologische Planungsbüro „WeLuGa“ aus Bochum alle Vorgänge. Auch den Bau einer weiteren Anlage in unmittelbarer Nähe. Denn für die Rettung und Wiederauswilderung der Gesamtpopulation reicht eine Station nicht aus.

Bruchhausen lieferte jedoch die Hilfe, die für einen reibungslosen Start notwendig war. Einnahmen aus solchen „Dienstleistungen“ im Arten- und Naturschutz helfen der Stiftung Bruchhausen den Erhalt des NSZ auch für die Zukunft sichern.

 

Einzelheiten hierzu erfahren Sie bei Kontaktaufnahme mit uns.